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11.01.2012

Urteil: Inkompetenter Reiseleiter ist ein Reisemangel

Urteil_Hammer

Bei Inkompetenz des Reiseleiters besteht ein Reisemangel.

Touristen haben Anspruch auf teilweise Rückerstattung der Reisekosten, wenn ihr Reiseleiter seinen Pflichten nicht, wie versprochen, nachkommt und auf einer Erlebnisreise kaum etwas über berühmte Sehenswürdigkeiten erzählt oder keine Ahnung von Kulturgeschichte, Land und Leuten hat. Das hat das Amtsgericht Köln im Dezember entschieden (Amtsgericht Köln: Aktenzeichen 138 C 323/11).

Im vorliegenden Fall hatte eine Frau den Veranstalter einer dreiwöchigen Reise nach Äthiopien verklagt, weil ihre Erwartungen nicht erfüllt worden waren. Für einen Betrag von 2085 Euro war im Katalog auch ein erfahrener und enthusiastischer Guide versprochen worden. Vor Ort habe dieser dann aber große Wissenslücken in Bezug auf das Land und seine Sehenswürdigkeiten offenbart, so die Klägerin. Die Frau forderte 50 Prozent des Reisepreises zurück.

Weil der Reiseprospekt die Erwartung geweckt hatte, dass die Vermittlung von Landeskunde zur Reise gehöre, davon aber keine Rede gewesen sein könne und die Kundin somit einen Reisemangel geltend machen konnte, gab ihr das Amtsgericht Köln Recht und sprach ihr einen Anteil in Höhe von 15 Prozent zu, insgesamt 312,75 Euro.

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Tags:Amtsgericht, Köln, Reiseleiter, Reisemangel

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