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30.05.2011

Flugausfall wegen Aschewolke: kein Schadensersatz für Reisende

Richterhammer Gerichtsurteil

Amtsgericht Köln: Kein Schadensersatz für Reisende bei Flugausfall durch Aschewolke

Das Amtsgericht Köln hat in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden, dass Flugreisende, die von einem durch Vulkanasche bedingten Flugausfall betroffen sind, über die Rückzahlung des Ticketpreises hinaus keinen Anspruch auf Schadenersatz haben. (AZ: 132 C 314/10)

Im verhandelten Fall hatte der Kläger bei einer großen deutschen Fluggesellschaft für den 21. April 2010 einen Flug gebucht. Der Flug war jedoch am Abend vorher wegen der Flugraumsperrung abgesagt worden. Der Reisende forderte eine Ausgleichsleistung der Airline und bezog sich dabei auf die EU-Fluggastrechteverordnung. Unter Ablehnung weiterer Entschädigungen erstattete die beklagte Fluggesellschaft lediglich den Flugpreis.
Obwohl der Luftraum am Morgen des geplanten Reisetages bereits wieder freigegeben worden war, wies die zuständige Richterin die Klage nun ab, da die Stornierung auf außergewöhnliche Umstände zurückgehe, die sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären. Aschewolken wären hierbei wie extreme Wetterbedienungen zu behandeln.

In einer zusätzlichen Erklärung zum Urteil hieß es: „Bei einem Flugausfall wegen Vulkanasche kann der Fluggast die Rückerstattung des Flugpreises oder eine kostenlose anderweitige Beförderung, beispielsweise durch Umbuchung auf einen späteren Flug, verlangen.“ Darüber hinaus stünden gestrandeten Passagieren Betreuungsleistungen wie Verpflegung oder kostenlose Kommunikationsmöglichkeiten zu.

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Tags:Aschewolke, Flugausfall, Schadensersatz

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