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22.08.2012

Flugausfall durch Streik: Keine Entschädigung für Passagiere

Frau sitzt wartend am Flughafen

Wer wegen eines Streiks sitzengelassen wird, hat nicht unbedingt Anspruch auf Entschädigung.

Wird ein Flug wegen eines Streiks gestrichen, haben die Fluggäste keinen Anspruch auf Entschädigung. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Urteil entschieden.

Geklagt hatten zwei Passagiere der Lufthansa, deren Flug von Miami nach Deutschland im Februar 2010 wegen eines Piloten-Streiks annulliert worden war. Ihre Ankunft in Deutschland verzögerte sich dadurch um zwei beziehungsweise drei Tage. Die Fluggäste forderten daraufhin eine Ausgleichszahlung in Höhe von je 600 Euro. Das ist die Summe, die Passagieren laut EU-Verordnung zusteht, wenn ein Langstreckenflug gestrichen wird.

Der BGH urteilte nun, dass die Lufthansa in diesem Fall keine Ausgleichszahlung leisten muss. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die EU-Fluggastrechteverordnung eine Ausnahme vorsehe, wenn die Flugstreichung durch „außergewöhnliche Umstände“  verursacht wurde und die Fluggesellschaft alles getan hat, um die Annullierung zu vermeiden. Ein Streik sei immer ein ungewöhnliches Ereignis, so die Richter.

Nach deutschem Recht haben Kunden einer Pauschalreise ein Recht auf Entschädigung, wenn der Streik innerhalb der Fluggesellschaft ausgetragen wird. Die EU-Verordnung macht jedoch keinen Unterschied zwischen außer- und innerbetrieblichen Streiks und wertet beide Formen als „außergewöhnliche Umstände“.

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Tags:Europa, Flugausfall, Lufthansa, Passagierrechte, Streik

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