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29.12.2010

Engpässe beim Streusalz: Im Notfall Autobahnen sperren

Schneepflug und andere Räumfahrzeuge

Der Winterdienst arbeitet seit Anfang Dezember auf Hochtouren.

Bei den nächsten Problemen mit Schnee und Eis auf den Straßen ist mit weiteren Engpässen beim Streusalz zu rechnen. In Niedersachsen könnten in so einem Fall sogar Autobahnen gesperrt werden.

Ein Sprecher des niedersächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums sagte am Mittwoch in Hannover, die Schließung von Autobahnen wegen Streusalzmangel könne man nicht ausschließen, es sei jedoch nur die Ultima Ratio. Wenn das Winterwetter sich in den nächsten Tagen wieder verschlechtere, würden die niedersächsischen Kommunen damit rechnen, schon Anfang Januar 100.000 Tonnen Streusalz verbraucht zu haben. Dies sei die Menge, die sonst für den ganzen Winter vorgesehen sei. Im Spätherbst seien in Niedersachsen 73.000 Tonnen Streusalz auf Lager gewesen, jetzt habe man noch 7.500 Tonnen zur Verfügung.

Die Rheinische Post berichtet unterdessen, dass viele Städte zu wenig Streusalz einlagern. In einem Schriftstück, das der Zeitung vorliege, sollen sich die Verkehrsminister der Länder schon im Oktober darüber beklagt haben, dass viele Städte nicht die empfohlene Mindestmenge an Streusalz einlagern.  Nach Angaben der Zeitung hielt im letzten Jahr nur jede fünfte Stadt das Soll ein.

Die Städte verweisen auf die leeren Kassen der Kommunen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte kurz vor Weihnachten im Westdeutschen Rundfunk, ohne ausreichende finanzielle Mittel sei es nicht möglich, alle Straßen zu räumen. Die Kommunen seien zudem dazu verpflichtet, vorrangig Hauptstraßen und Rettungswege freizumachen. „Wir werden uns, wenn die Winter so bleiben, daran gewöhnen müssen, auch auf fester Schneedecke Auto zu fahren, wie das in Skandinavien schon lange geschieht“, so Landsberg. Die Engpässe seien nicht nur auf unzureichende Vorbereitung der Kommunen, sondern auch auf Lieferschwierigkeiten bei den Herstellern zurückzuführen.

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Tags:Autobahn, Autoreise, Schnee

2 Antworten zu “Engpässe beim Streusalz: Im Notfall Autobahnen sperren”

  1. Thomas sagt:

    Die kriminellen Reichen,kaufen sich 3 Autos und 4 Häuser,aber für
    das kleine Volk,gibt es nicht mal Streusalz,Deutschland-bergab

  2. Udo sagt:

    Autobahn Sperrungen in der heutigen Zeit ???

    Nur weil Niedersachsen zu blöd ist die Straßen ordentlich zu räumen und das Streusalz zur Neige geht?

    Es gibt definitiv noch Streusalz, nur halt nicht in Deutschland und im europäischen Ausland und Ostblock. Und daher ist mit Lieferzeiten von ~ 6 Wochen zu rechnen. Aber der Engpass war ja auch vor 6 Wochen schon abzusehen.

    Uneingeschränkte Mobilität sollte in die menschlichen Grundrechte aufgenommen werden. Werden Autobahnen gesperrt wird auf die Umgehungsstraßen ausgewichen, die ebensowenig gestreut sind.
    Da gibts dann wenigstens Tote, weil keine Abtrennungen der Fahrbahnen vorhanden sind und es viele Bäume gibt, um die sich Autos herumwickeln könnten.

    Das ist schlichtweg in höchstem Maß irrsinnig.

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