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27.04.2011

Reiserecht: Keine Entschädigung für Unfall auf Kreuzfahrtschiff

Richterhammer Gerichtsurteil

Reiseveranstalter sind nur bedingt für die Sicherheit an Bord eines Kreuzfahrtschiffs verantwortlich.

Wer auf Deck eines Kreuzfahrtschiffs über liegende Masten stürzt, dem stehen weder Entschädigung noch Schmerzensgeld zu.

Das Amtsgericht Rostock hat  entschieden, dass Reiseveranstalter nur zumutbare und erfoderliche Vorkehrungen zur Unfallvermeidung treffen müssen und Passagiere an Bord eines Kreuzfahrschiffs durch ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit zu ihrer eigenen Sicherheit beizutragen haben.

Das Urteil (Aktenzeichen: 47 C 77/10) fiel im Rahmen eines Falles, in dem die Klägerin sich bei einer Flusskreuzfahrt auf eine Sonnenliege gelegt hatte, die über einem umgelegten Mast stand. Beim Aufstehen stürzte sie über den Mast und verletzte sich. Anschließend verlangte sie nicht nur die Behandlungskosten in Höhe von rund 1972 Euro, sondern auch ein Schmerzensgeld von 2000 Euro von ihrem Reiseveranstalter.

Die Richter des Amtsgerichts wiesen die Klage jedoch mit der Begründung ab, dass ein Veranstalter zwar für die Sicherheit der vermittelten Unterkünfte und Transportmittel verantwortlich sei, er könne aber nicht jeden Unfall verhindern. Die Sicherungsmaßnahmen müssten erforderlich und zumutbar sein. Liegende Masten für Sonnensegel an Deck eines Kreuzfahrtschiffs durch einen Zaun zu sichern oder seitlich auf Deck zu lagern, wäre nicht zumutbar. Zumal sie sich durch einen weißen Anstrich deutlich vom holzfarbenen Deck abgehoben hätten.

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Tags:Kreuzfahrt, Reiseveranstalter

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