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07.09.2010

Weniger Fluglärm: DLR und Air Berlin testen neue Anflugverfahren

Wie man Fluglärm vermindern kann, untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) seit gestern bei Testanflügen am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Seit gestern Nachmittag vollführt ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin verschiedene Anflugverfahren, während die Wissenschaftler des DLR am Boden die Fluglärm-Belastung messen und vergleichen. Die Testreihe soll heute Mittag beendet sein.

Die Flüge simulieren die Situation am Flughafen Frankfurt, wo umliegende Ortschaften stark von Fluglärm belastet sind. Da der Frankfurter Flughafen noch weiter ausgebaut wird, sollen nun Möglichkeiten gefunden werden, die Gemeinden im Umfeld vor Fluglärm zu schützen.

Laut DLR kommen dabei zwei Methoden in Frage. Einerseits könnten die Flugzeuge betroffene Gemeinden umfliegen und den Anwohnern so den Fluglärm ersparen. Die Flugzeuge würden dann beispielsweise in einem großen Bogen südlich um die Stadt Offenbach bei Frankfurt herumfliegen. Die Anflugroute, die eine Maschine bei einem solchen Manöver nehmen würde, wurde bei den Testflügen in Braunschweig simuliert und auf ihre Lärmerzeugung hin überprüft.

Fluglärm kann laut DLR auch vermindert werden, wenn die Flugzeuge später mit dem Sinkflug beginnen. Dafür müssten die Flugzeuge in einem steileren Winkel auf die Landebahn zusteuern. In Braunschweig untersuchte das Wissenschaftler-Team daher, wie exakt die veränderten Flugbahnen sind und wie sich steilere Anflugwinkel auf die Umwelt, die Maschine und die Crew auswirkten. Realistisch sei derzeit, den üblichen Anflugwinkel von 3 Grad auf 3,2 Grad zu erhöhen, heißt es auf der Website des DLR.

Bei den Versuchen verwendeten Air Berlin und DLR das neue Sattelitennavigationssystem GLS (Global Position Landing System). Die modernen Systeme ermöglichen es Piloten, eine Landebahn nicht nur in gerader Linie anzusteuern, sondern auch in steileren oder gekrümmten Anflugbahnen zu landen. Doch Fluggesellschaften profitieren nicht nur in punkto Lärmvermeidung von der neuen Technik. Wie Air Berlin erklärt, erlaubt GLS Piloten außerdem, bei schlechter Sicht oder schwierigen geographischen Bedingungen punktgenau zu landen und so Warteschleifen oder Ausweichlandungen zu vermeiden.

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Tags:Flughafen, Fluglärm

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