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28.09.2010

Flughafen Hamburg beginnt Probelauf von Körperscannern

Die ersten Körperscanner in Deutschland sind seit gestern am Flughafen Hamburg in Betrieb. Zwei Scanner des amerikanischen Herstellers L3 werden in Hamburg für mindestens ein halbes Jahr getestet.
In einer verglasten, etwa einen Quadratmeter großen Kabine werden die Reisenden mit Mikrowellentechnologie abgetastet, um eventuell am Körper versteckte Waffen oder Sprengladungen ausfindig zu machen. Auf einem Bildschirm erscheint dann kein genaues Abbild der Körperformen, sondern eine stilisierte gelbe Figur, an der rote Markierungen auf potentiell gefährliche Gegenstände hinweisen. Während der Testphase ist die Sicherheitskontrolle per Körperscanner noch freiwillig.
Innenminister Thomas de Maizière, der die Körperscanner offiziell in Betrieb nahm, erklärte, die Einführung der Scanner sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer verbesserten Luftsicherheitskontrolle auf deutschen Flughäfen. Er versicherte zudem, dass die Gesundheit der Fluggäste „nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand“ nicht gefährdet sei.
Im Vorfeld hatten Kritiker vor etwaigen gesundheitlichen Risiken sowie der Verletzung der Persönlichkeitsrechte von Passagieren gewarnt. Eine anhaltende Kontroverse löste zudem der Vorwurf verschiedener Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen aus, dass L3, der Hersteller des Testmodells, an der Produktion von Streubomben beteiligt sei.
Nach der sechsmonatigen Testphase sollen die Daten der Körperscanner detailliert ausgewertet werden. Außerdem findet während der Erprobungszeit eine Umfrage unter den Fluggästen statt. Danach wird entschieden, ob die Körperscanner auch an anderen deutschen Flughäfen eingesetzt werden sollen.

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Tags:Flughafen, Sicherheit

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