Hotline: +49 (0)341 65050 83930 (8-23 Uhr)

Informieren sie sich schon heute über ihr nächstes Urlaubsziel! Interessante und informative Artikel rund um ihre liebsten Reisethemen...
20.02.2012

Flughafen Frankfurt: Streik verlängert, Bahn bereitet sich vor

Wartende Frau am Flughafen

Auch in den nächsten 48 Stunden wird es auf dem Frankfurter Flughafen zu Annulierungen und Verspätungen kommen.

Seit Montagmorgen (20. Februar) passiert auf dem Rollfeld des Frankfurter Flughafens nichts mehr. Die rund 200 Vorfeldmitarbeiter legten am frühen Morgen die Arbeit für 48 Stunden nieder, wie der Tarifvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) sagte. Bislang sind bereits 223 Flüge für diesen Tag annulliert worden. Betroffen seien vor allem Passagiere von Inlands- und innereuropäischen Verbindungen.

Der Streik, der ursprünglich nur bis Dienstagmorgen 5.00 Uhr andauern sollte, wurde in der Nacht zum Montag überraschend um 24 Stunden. Nun soll der Ausstand nach GdF-Angaben bis Mittwoch (22. Februar), 5.00 Uhr dauern. Grund für die Verlängerung sei, dass sich der Betreiber noch immer nicht für Verhandlungen mit der Gewerkschaft gemeldet hätte. Von der Erhöhung des Drucks verspricht sich die GdF ein Einlenken. Fraport hingegen verlangt eine Rückkehr an den Verhandlungstisch von Seiten der Gewerkschaft und empfindet die aktuellen Forderungen als überzogen.

Um die Streikauswirkungen abzufedern, hatte Fraport eigens Mitarbeiter geschult, die die Aufgaben von Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweisern und Disponenten übernehmen. Passagieren wird geraten, sich rechtzeitig über ihre Verbindungen zu informieren. Von der Lufthansa hieß es, dass Betroffene kostenlos stornieren oder umbuchen könnten. Reisende innerhalb Deutschlands könnten auf die Bahn umsteigen.

Die Bahn bereitet sich derweil auf erheblich mehr Fahrgäste vor. Es sollen vor allem mehr Züge und Personal bereitgestellt werden. Dennoch könne es für Reisende zu Einschränkungen kommen. Passagiere der Gesellschaften Lufthansa und Airberlin, die ihrer Inlandsflüge nicht antreten können, sollen am Check-in Gutscheine für Bahntickets erhalten.

Bereits am vergangenen Donnerstag und Freitag (16./17. Februar) hatten rund 200 Vorfeldmitarbeiter gestreikt. Allein am Freitag waren dadurch 301 Flüge ausgefallen. Hintergrund des Konflikts ist die Forderung nach einem eigenen Tarifwerk mit hohen Gehaltssteigerungen für die rund 200 Vorfeldbeschäftigten, die Fraport nicht akzeptieren will.

Mehr zum Thema:

Flughafen Frankfurt: Streik geht womöglich nächste Woche weiter (mit Video) (17.02)
Streik am Flughafen Frankfurt: Zahlreiche Flüge gestrichen (16.02)

 

Blog als RSS-Feed abonnieren

Tags:Deutsche Bahn, Flughafen Frankfurt, Flugstreichung, Lufthansa, Streik, Verspätung

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Thema