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30.11.2010

Lufthansa testet Biokraftstoff für Flugzeuge

Flugzeug

Die Lufthansa will testen, wie sich Biokraftstoff auf die Triebwerke auswirkt.

Die deutsche Lufthansa testet als erste Fluggesellschaft den Einsatz von Biosprit im regulären Flugbetrieb und wird dabei wissenschaftlich begleitet.

Ab April des kommenden Jahres wird die Lufthansa für sechs Monate einen Airbus A321 im Linienverkehr auf der Strecke Hamburg-Frankfurt-Hamburg mit einer Treibstoffmischung mit 50-prozentigen biosynthetischem Kerosin einsetzen. Bei dem Pilotversuch soll jeweils ein Triebwerk mit Kerosin und das andere zur Hälfte mit Biosprit versorgt werden.

Der Biosprit, der aus dem Öl der Jatropha-Bohne hergestellt wird, wird von der finnischen Firma Neste Oil bereitgestellt. Die A321 soll ausschließlich in Hamburg mit Biosprit betankt werden. Eine vollständige Betankung mit Biosprit ist momentan aus rechtlichen Gründen noch nicht möglich.

Ziel dieses Pilotversuches ist es, die langfristigen Auswirkungen des Biosprits auf die Triebwerke sowie deren Lebensdauer und Wartung zu testen. Gegebenenfalls will die Lufthansa in einigen Jahren zehn bis fünfzehn Prozent des Kerosins durch Biosprit ersetzen, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. „Mit diesem Projekt könnten bereits etwa 1.500 Tonnen Kohlendioxid gespart werden“, so der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG Wolfgang Mayrhuber.

Die deutsche Fluggesellschaft sieht große Chancen in dem Einsatz von Bio-Kerosin, will aber zunächst durch den Projektversuch Erfahrungen im täglichen Einsatz sammeln. Die Gesamtkosten für das „Burn Fair“-Projekt belaufen sich auf etwa 6,6 Millionen Euro. Die Bundesregierung fördert das Projekt mit rund 2,5 Millionen Euro. Den Zuschuss der Bundesregierung will die Lufthansa vor allem für die Erzeugung, Lagerhaltung sowie den Transport des Biosprits verwenden.

Noch ist die Nutzung von Biosprit im Linienverkehr nicht zugelassen, die Zulassung wird allerdings ab März 2011 erwartet.

Auch andere Fluggesellschaften erproben schon seit einiger Zeit die Nutzung alternativer Kraftstoffe, wie beispielsweise Erdgas oder Biotreibstoff, jedoch hatte keiner dieser Airlines diese Kraftstoffe bislang im Linienverkehr genutzt.

Besonders europäische Fluggesellschaften haben ihr Interesse an dem neuen Biosprit bereits kundgetan. Dies ist vor allem auf die ab 2012 eingeführte Regelungen, dass Fluggesellschaften in den Emissionshandel mit einbezogen werden sollen. Ab dann müssen viele Fluggesellschaften mit erheblichen Summen für den Kauf der Rechte aufbringen.

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Tags:Lufthansa, Umweltschutz

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